Malsch ist ein kleiner Weinort am Fuß des Letzenbergs. Im alten Ortskern stehen Häuser, die über Generationen in der Familie geblieben sind. Die Elektrik wurde dort selten auf einmal erneuert, sondern immer dann ergänzt, wenn ein neues Gerät dazukam. Man sieht das an Mehrfachsteckdosen hinter dem Schrank und an Sicherungskästen mit handschriftlicher Beschriftung.
Erst messen, dann entscheiden
Bei einem älteren Haus in Malsch beginnen wir meist mit einer Bestandsaufnahme. Wir messen Isolationswiderstand und Schutzleiter, prüfen die Auslösung vorhandener Schutzschalter und schauen in Verteiler und Dosen. Danach wissen Sie, was dringend ist und was warten kann. Diese Prüfung entspricht im Wesentlichen einem E-Check und ist für Privathaushalte freiwillig.
- Leitungen mit Stoff- oder Gummiisolierung werden mit den Jahren spröde und gehören ausgetauscht.
- Zweiadrige Leitungen ohne Schutzleiter erlauben keinen normgerechten Anschluss moderner Geräte.
- Fehlt der FI-Schutzschalter, sollte er nachgerüstet werden, auch wenn die Anlage Bestandsschutz hat.
- Steckdosen im Bad zu nah an Wanne oder Dusche sind ein Sicherheitsrisiko.
Viele Altanlagen funktionieren noch, aber sie verzeihen keinen Fehler mehr. Ein FI-Schutzschalter ist eine der günstigsten Verbesserungen, die man einbauen kann.
Nach der Messung bekommen Sie ein Protokoll und eine Einschätzung, was in welcher Reihenfolge sinnvoll ist. Oft ist der erste Schritt klein: ein FI-Schutzschalter, eine neue Unterverteilung, der Austausch einer beschädigten Leitung. Größere Arbeiten planen Sie dann in Ruhe, zum Beispiel zusammen mit einer Renovierung.
FI-Schutzschalter nachrüsten: geht das im Altbau?
In den meisten Fällen ja. Manchmal löst der neue Schalter danach aber aus, weil irgendwo im Haus ein Isolationsfehler steckt, der vorher unbemerkt blieb. Das ist kein Mangel des Schalters, sondern genau seine Aufgabe. Wir suchen den Fehler dann Stromkreis für Stromkreis. Häufige Ursachen beschreibt unser Ratgeber FI-Schalter löst aus.
Wird ein Stromkreis neu gebaut, ist der FI-Schutz ohnehin vorgeschrieben. Für Steckdosenkreise bis 32 A verlangt die DIN VDE 0100-410 einen Fehlerstromschutz.
Wer ein älteres Haus in Malsch gekauft oder geerbt hat, sollte die Elektrik vor dem Einzug prüfen lassen. Bevor gestrichen und neuer Boden verlegt wird, ist der beste Zeitpunkt, Leitungen zu erneuern. Danach wird jeder Eingriff teurer und lästiger.
Photovoltaik in Malsch: kleine Dächer, kluge Belegung
Im Ortskern sind die Dächer oft klein, steil und verwinkelt, manchmal mit Gauben. Trotzdem lässt sich auf vielen Häusern eine Anlage unterbringen, die einen guten Teil des Haushaltsstroms liefert. Vorher muss die Hauselektrik in Ordnung sein, denn die Anlage wird in den Zählerschrank eingebunden. Wer ohnehin saniert, verbindet beides und spart sich doppelte Arbeit.
Wie wir Solaranlagen planen und anmelden, lesen Sie auf der Seite Photovoltaik aus Wiesloch.
Bei kleinen Dachflächen lohnt sich ein Speicher seltener, weil ohnehin der Großteil des Stroms im Haus verbraucht wird. Wichtiger ist eine saubere Einbindung in den Zählerschrank und eine Anlage, die zum Verbrauchsprofil passt. Das besprechen wir beim Termin vor Ort, nachdem wir die Elektrik gesehen haben.




