Einen Stromspeicher nachrüsten können Sie in Wiesloch bei fast jeder bestehenden PV-Anlage. Ob es sich rechnet, hängt von Anlagengröße, Verbrauch und Tagesablauf ab. Wir sehen uns Ihre Anlage an, werten Ihre Verbrauchsdaten aus und sagen Ihnen offen, ob und in welcher Größe ein Speicher sinnvoll ist.
Warum ein Speicher heute öfter passt als früher
Früher wurde Solarstrom, den man nicht selbst verbrauchte, einfach eingespeist und vergütet. Die Vergütung für neue Anlagen sinkt aber halbjährlich, und seit dem Solarspitzengesetz von 2025 gibt es für neue Anlagen bei negativen Börsenstrompreisen gar keine Vergütung. Ohne Smart Meter ist die Einspeisung zudem auf 60 % der Leistung begrenzt. Ein Speicher fängt den Mittagsüberschuss auf und gibt ihn abends wieder ab, wenn Sie kochen, waschen oder das Licht anschalten.
Bei älteren Anlagen ist die Lage eine andere: Wer noch eine hohe Einspeisevergütung bekommt, speist oft besser weiter ein. Spannend wird der Speicher, wenn die Förderung nach 20 Jahren ausläuft oder wenn ein E-Auto oder eine Wärmepumpe den Verbrauch erhöht. Ausführlich rechnen wir das im Ratgeber Lohnt sich ein Stromspeicher? durch.
AC oder DC: zwei Wege zum Nachrüsten
| AC-gekoppelter Speicher | DC-gekoppelter Speicher | |
|---|---|---|
| Anschluss | Hinter dem vorhandenen Wechselrichter, mit eigenem Batteriewechselrichter | Direkt am Hybrid-Wechselrichter |
| Typischer Einsatz | Nachrüstung an älteren Anlagen | Neuanlagen oder Austausch des Wechselrichters |
| Vorteil | Bestehender Wechselrichter bleibt | Weniger Umwandlungsverluste |
| Zu beachten | Etwas höhere Verluste | Wechselrichter muss passen oder ersetzt werden |
Ist Ihr Wechselrichter schon älter, kann es sinnvoll sein, ihn gleich gegen einen Hybrid-Wechselrichter zu tauschen. Dann ist der Speicher DC-seitig angeschlossen und das System kommt aus einer Hand. Bei jüngeren Anlagen bleibt der Wechselrichter meist und wir koppeln den Speicher AC-seitig an.
Die richtige Größe für Ihren Stromspeicher
Größer ist nicht automatisch besser. Ein Speicher, der im Winter nie voll und im Sommer schon mittags geladen ist, verdient sein Geld nicht. Als Faustregel orientieren wir uns am abendlichen und nächtlichen Verbrauch. Für viele Einfamilienhäuser ohne E-Auto reicht eine Kapazität im mittleren einstelligen kWh-Bereich. Mit Wärmepumpe oder Wallbox sieht die Rechnung anders aus.
- Jahresverbrauch und Verbrauch am Abend
- Leistung der PV-Anlage
- Geplante Verbraucher wie Wallbox oder Wärmepumpe
- Wunsch nach Notstrom oder Ersatzstrom
- Platz, Temperatur und Belüftung am Aufstellort
Was beim Nachrüsten passiert
Wir montieren den Speicher meist im Keller oder Technikraum, nahe am Wechselrichter und am Zählerschrank. Wichtig sind ein trockener Raum, ein tragfähiger Boden oder eine stabile Wand und die vom Hersteller vorgegebenen Abstände. Danach schließen wir Speicher und Energiezähler an, richten die Steuerung ein und melden die Änderung beim Netzbetreiber. Auch der Eintrag im Marktstammdatenregister muss ergänzt werden.
Ahmet Bilgin und Halil Tavsan übernehmen die Installation selbst. Sie erklären Ihnen zum Schluss die App, damit Sie sehen, wann der Speicher lädt und wie viel Netzstrom Sie einsparen.
Notstrom und Ersatzstrom
Viele wünschen sich, dass das Haus bei einem Stromausfall weiterläuft. Ein Speicher allein leistet das nicht. Es braucht ein System mit Notstrom- oder Ersatzstromfunktion und eine Umschaltung im Zählerschrank, die das Haus sicher vom Netz trennt. Bei einer einfachen Notstromsteckdose versorgen Sie einzelne Geräte wie Kühlschrank oder Router. Bei einer Ersatzstromlösung laufen ausgewählte Stromkreise oder das ganze Haus weiter, solange der Speicher Energie hat.
Ob sich der Mehraufwand lohnt, hängt davon ab, wie wichtig Ihnen die Versorgung bei Netzausfall ist, etwa für eine Heizungspumpe oder medizinische Geräte. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten Ihres Systems und was der Umbau im Verteiler bedeutet.
Typischer Fall: Speicher für eine ältere PV-Anlage
Ein typischer Fall in der Region: Ein Einfamilienhaus hat seit einigen Jahren eine PV-Anlage, der Wechselrichter läuft noch einwandfrei. Mittags wird viel eingespeist, abends kommt der Strom aus dem Netz. Hier koppeln wir den Speicher meist AC-seitig an, der vorhandene Wechselrichter bleibt. Steht der Tausch des alten Wechselrichters ohnehin bald an, rechnen wir beide Varianten durch und Sie entscheiden.
Kosten und Steuer
Als grobe Orientierung aus dem Markt liegen Speicher bei etwa 500 bis 1.000 Euro pro kWh Kapazität, inklusive Installation. Das ist ein Richtwert und ersetzt kein Angebot. Der Preis hängt ab von System, Größe, Kopplungsart und dem Zustand der vorhandenen Elektrik. Gehört der Speicher zu einer PV-Anlage bis 30 kWp auf einem Wohngebäude, fällt keine Umsatzsteuer an. Ihre Gesamtanlage planen wir auf der Seite Photovoltaik in Wiesloch.
Schicken Sie uns ein Foto vom Typenschild Ihres Wechselrichters und Ihren Jahresverbrauch. Dann sagen wir Ihnen, welche Speicherlösung passt.







