Photovoltaik in Mühlhausen: wenn das Dach größer ist als der Verbrauch
Mühlhausen liegt schon im Kraichgau. Zwischen Feldern und Hügeln stehen im Hauptort, in Rettigheim und in Tairnbach landwirtschaftliche Gebäude, Maschinenhallen und Wohnhäuser mit Nebengebäuden. Wer hier eine Solaranlage plant, hat selten zu wenig Fläche. Die Frage lautet eher, wie viel davon sinnvoll belegt wird.
Früher war die Antwort einfach: so viel wie möglich, der Strom geht ins Netz. Heute ist das anders. Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich, bei negativen Börsenpreisen bekommen neue Anlagen keine Vergütung, und ohne Smart Meter speisen sie höchstens 60 % ihrer Leistung ein. Eine große Anlage rechnet sich deshalb vor allem, wenn ein guter Teil des Stroms vor Ort verbraucht wird.
Hinzu kommt der Standort der Technik. Bei großen Anlagen sitzen Wechselrichter und Schutztechnik oft in einer Halle oder einem Nebengebäude. Der Raum muss trocken, belüftet und für Wartung zugänglich sein. In staubigen Hallen planen wir Gehäuse mit entsprechender Schutzart.
Welches Dach sich wofür eignet
| Dach | Worauf wir achten | Typische Nutzung des Stroms |
|---|---|---|
| Wohnhaus | Ausrichtung, Verschattung, Zählerschrank | Haushalt, Wärmepumpe, Wallbox |
| Maschinenhalle | Statik, Eindeckung, Leitungsweg | Werkstatt, Ladestrom, Einspeisung |
| Stall | ammoniakbeständige Module, Brandschutz, Kabelschutz | Lüftung, Kühlung, Fütterungstechnik |
| Scheune oder Lager | Zustand der Eindeckung, Asbest-Verdacht bei alten Platten | überwiegend Einspeisung |
Zur Wirtschaftlichkeit gehört eine ehrliche Rechnung. Als Richtwert aus dem Markt liegen kleine Anlagen fürs Einfamilienhaus mit 8 bis 10 kWp häufig zwischen 12.000 und 20.000 Euro ohne Speicher. Große Dächer sind pro kWp oft günstiger, dafür kommen Statik, Netzanschluss und längere Leitungswege dazu. Das hängt stark vom Gebäude ab und ersetzt kein Angebot.
Speicher und Lastverschiebung auf dem Hof
Ein Stromspeicher lohnt sich vor allem dort, wo abends und nachts Strom gebraucht wird, etwa für Kühlung, Lüftung oder das Laden von Fahrzeugen. In größeren Betrieben kann es außerdem sinnvoll sein, Verbraucher bewusst in die Mittagszeit zu legen. Pumpen, Trocknung oder Warmwasser lassen sich oft zeitlich verschieben. Das ist günstiger als jeder Speicher.
Wie Sie die passende Speichergröße einschätzen, erklärt unser Ratgeber Lohnt sich ein Stromspeicher?. Grundsätzliches zu unseren Anlagen finden Sie unter Photovoltaik aus Wiesloch.
Bei sehr großen Flächen lohnt außerdem der Blick auf die Ausrichtung. Ost-West-Dächer liefern über den Tag verteilt gleichmäßiger Strom als ein reines Süddach. Für Betriebe, die von früh bis spät Strom brauchen, passt das oft besser, auch wenn der Jahresertrag pro Modul etwas niedriger liegt.
Elektrik in Ställen und Hallen
Landwirtschaftliche Gebäude stellen besondere Anforderungen an die Elektroinstallation. Feuchtigkeit, Staub, Ammoniak und Nagetiere setzen Leitungen und Verteilern zu. Für solche Räume gelten eigene VDE-Vorgaben, etwa zu Schutzarten und Brandschutz. Wir prüfen bestehende Anlagen, tauschen beschädigte Teile und setzen neue Verteiler in passender Schutzart. Beschäftigen Sie Mitarbeiter, gehört die wiederkehrende Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 dazu. Mehr dazu auf unserer Seite zum E-Check.
Sie haben ein großes Dach in Mühlhausen, Rettigheim oder Tairnbach? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, wir sehen es uns vor Ort an.







